„Wege fordern Bewegung, machen uns Beine, sind ausgetreten oder neu. Sie führen uns zu vertrauten Plätzen oder ins Ungewisse, sie machen Hoffnung, bergen Spannung. Wege verzweigen sich in Auswege oder ins Ungewisse, Irrwege, gerade oder verschlungene Wege.
Am Ziel jedoch solltest du sagen können: I did it my way!“
WERNER BETHMANN

Psychotherapie und Seelsorge haben einen gemeinsamen Grundauftrag: es geht darum, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen Hilfestellungen zu geben, damit sie sich selbst helfen und ihr Leben meistern können. Beiden, der Psychotherapie und der Seelsorge, liegt also daran, dass Leben in seinen vielen Ausgestaltungen gelingen kann.

Seelsorge versteht sich dabei als Angebot, an der Seite der Menschen zu stehen und sie in ihrer Suche nach Ganzheitlichkeit und in ihrer Beziehung zu Gott zu begleiten. Ihr Anliegen ist es, dass Menschen sich um ihre eigene Seele sorgen können, dass sie im Fluß des Lebens bleiben und auf der Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten und nach spirituellen Erfahrungen, nach Gott.

Seelsorge kommt aber dort an ihre Grenzen, wo aus Traurigkeit Depression und aus Besorgnis akute Angst wird. Hier setzt Psychotherapie an: sie möchte Menschen, die unter psychischen Belastungen leiden, helfen, das Leben wieder „in die Hand zu nehmen”, die Angst zu begreifen, also wieder in den Griff zu bekommen und nach der Erfahrung von Tiefen wieder zum Höhenflug anzusetzen.

Psychotherapie will Menschen befähigen, wieder lustvoll nach dem Leben zu greifen und es mit Kraft und Leidenschaft genießen zu können.

Eine psychotherapeutische Seelsorge ist in der Lage, den Menschen in seiner Ganzheit seelsorglich und therapeutisch zu begleiten:

  • wenn er nach neuen Lebensperspektiven sucht
  • wenn die Angst oder die Traurigkeit jede Lust am Leben nimmt
  • wenn Brüche und Lebenskrisen ihn an seine Grenzen bringen
  • wenn er sich auf der Suche nach dem Sinn begleiten lassen möchte
  • wenn er sich akuten Belastungssituationen in Familie oder Beruf ausgesetzt fühlt
  • wenn ihn die Kraft verlässt.

Dabei nimmt sie den Menschen in den Blick als freies, eigenverantwortliches Wesen mit dem Recht, sich selbst zu lieben aufgrund der Erfahrung, geliebt und gewollt zu sein.

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