„Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegungen zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen könnten, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte.“
HENRY D. THEREAU

Die psychotherapeutische Seelsorge arbeitet entsprechend ihres Selbstverständnisses mit ineinander und aufeinander bezogenen Methoden, ist Seelsorge und / oder Psychotherapie, je nach Bedürfnis der Klienten.

Die therapeutische Arbeit basiert auf einer Kombination von verhaltenstherapeutischen und systemischen Methoden. Im Zentrum steht dabei die Vorgehensweise der REVT (Rational-Emotive-Verhaltenstherapie nach Albert Ellis).

Die REVT beruft sich auf den griechischen Philosophen Epiktet mit seinem berühmten Satz: „Nicht die Dinge an sich beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge”. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der psychotherapeutischen Behandlung auf der Entdeckung und Umstrukturierung selbstschädigender Gedanken durch die Methode des „Sokratischen Dialogs”.

Gleichzeitig ist aber im Blick, dass der Klient nicht isoliert steht, sondern in einem vielschichtigen System lebt. Der systemische Ansatz ist ressourcenorientiert und arbeitet mit Methoden wie dem zirkulären Fragen oder der Leere-Stuhl-Arbeit. Zugrunde liegen der Arbeitsweise natürlich grundlegende Erkenntnisse der Gesprächstherapie. Außerdem können im Einzelsetting auch ganz auf die Klienten abgestimmte Wege gesucht und gegangen werden, z. B. gecoachte Selbsterfahrungen auf dem Jakobsweg.

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